Autor: redaktion

  • Jetzt ein Eis: So viel haben die Deutschen letztes Jahr geschleckt – Dieses Jahr wieder?

    Jetzt ein Eis: So viel haben die Deutschen letztes Jahr geschleckt – Dieses Jahr wieder?

    Der Sommer 2018 war lang und heiß. Perfektes Eiswetter also. Die aktuellen Zahlen verraten, wie viel Eis die Deutschen im Jahr des Supersommers pro Kopf verzehrt haben.

    Es gibt neuere Zahlen. Die findest du hier.

    Die lang anhaltende, sonnige Jahreszeit begann 2018 bereits mit dem wärmsten April seit 1881. Hinzu kamen Niederschlagsmengen deutlich unter dem langjährigen Mittel. Der früh einsetzende Supersommer wirkte sich auch auf den Speiseeiskonsum in Deutschland aus. Dieser konnte ein starkes Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnen.

    Mehrere Kugeln Zitronen- und Beeren-Eis
    Zitronen- und Beeren-Eis. Foto: sriba3 – stock.adobe.com

    8,7 Liter Eis pro Kopf

    So sah das in Zahlen aus:

    • Jede/r Bundesbürger/in hat 2018 im Durchschnitt 8,7 Liter Eis (inklusive Eisdielen-Eis sowie Soft-Eis) verzehrt. 2017 waren es 7,9 Liter.
    • 8,7 Liter Eis, das entspricht umgerechnet rund 124 Kugeln.
    • Die industriellen Hersteller von Speiseeis haben im Jahr 2018 im Inland 584,2 Mio. Liter Speiseeis abgesetzt. Dies bedeutet ein Mengenwachstum von 11,8 % (2017: 522,6 Mio. Liter).

    Das teilt der Bundesverband der Süßwarenindustrie (BDSI) mit. Wie Pro-Kopf-Verzehr und Produktionsmengen in den Vorjahren aussahen, zeigt die folgende Grafik:

    Infografik: Pro-Kopf-Konsum und Produktionsmenge von Speiseeis
    Infografik: Pro-Kopf-Konsum und Produktionsmenge von Speiseeis (2007–2017). Grafik: Statista (CC BY-SA 3.0 DE)

    — Wie es mit anderen tiefgefrorenen Lebensmitteln aussieht, haben wir hier zusammengefasst —

    Eistrends 2019

    Noch mehr Vielfalt für jeden Geschmack wollen die Markeneishersteller in der neuen Eis-Saison anbieten und gehen mit ihren neuen Eiskreationen 2019 besonders auf aktuelle Ernährungs- und Lifestyletrends ein, so der BDSI: Ob voller Genuss, kalorienreduziert, vegan, laktosefrei, proteinhaltig oder Bio – jeder Eisfan darf sich 2019 auf viele Neuheiten freuen.

    Mit Informationen von: BDSI
    Beitragsfoto: fahrwasser – stock.adobe.com

  • „Berliner Rezepte“ mit Spitzenkandidatin Nicola Beer (FDP): „Ich möchte ein reformiertes, ein anderes Europa“

    „Berliner Rezepte“ mit Spitzenkandidatin Nicola Beer (FDP): „Ich möchte ein reformiertes, ein anderes Europa“

    Genau zwei Monate sind es noch bis zur Europawahl. In der ersten Ausgabe unserer Web-Talkshow „Berliner Rezepte“ ist die Spitzenkandidatin der FDP, Nicola Beer, zu Gast: Ein Gespräch zur Idee Europa, der gegenwärtigen Brüsseler Bürokratie und möglichen Zutaten für ein Europa der Zukunft.

    Zwei Monate vor der Europawahl am 26. Mai 2019 wirbt Nicola Beer, Generalsekretärin und Europa-Spitzenkandidatin der FDP, für ein reformiertes Europa, das zusammenhält und Populisten keine Chance bietet: „Frieden, Freiheit und Wohlstand – Wir haben die Erfolge der letzten Jahrzehnte gesehen. Aber Europa ist einfach zu behäbig geworden, zu langsam.“ Jetzt würden sich die Menschen fragen, wofür man überhaupt Europa brauche, wenn dort die Entscheidungen ausblieben.

    „Die Arbeitsweise der EU muss reformiert und Verkrustungen aufgebrochen werden.“

    Nicola Beer (FDP) in der Talkshow „Berliner Rezepte“.

    Deshalb, so Beer, stehe sie auch für das Bündnis mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein: „Viele Menschen sind enttäuscht davon, dass Weber, Timmermans und Juncker nichts vorangebracht haben, aber es gibt eine Alternative zu dieser großen Koalition, eine Alternative, die wirklich etwas reformieren will. Wir haben den Anspruch zweitstärkste Kraft zu werden.“

    Kaum „europäische“ Öffentlichkeit

    Für die politische Willensbildung sei es zudem laut Beer wichtig, dass sich wieder mehr Bürgerinnen und Bürger an Europa beteiligen, deshalb möchte ihre Partei mehr Online-Möglichkeiten schaffen, zum Beispiel durch einen elektronischen Personalausweis. Eines der wesentlichen Probleme sei in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass es eine europäische Öffentlichkeit kaum gäbe: „Brüsseler Journalisten sind abhängig von ihren nationalen Redaktionen, das heißt wir bekommen in der Regel eine Färbung durch die deutsche Brille. Diese Silobildung müssen wir in der Öffentlichkeitsarbeit aufbrechen“, so Beer.

    Lebensmittelampel und Uploadfilter

    In der anschließenden Satz-Ergänzungsrunde bezog Nicola Beer schließlich noch zu hochaktuellen Themen Stellung, die auch den Lebensmittelbereich betreffen. Zur viel diskutierten Lebensmittelampel meinte Beer:

    „Die Lebensmittelampel finde ich zu simpel. Man muss differenzierter informieren und der Bürger ist auch in der Lage, das zu verstehen.“

    Und auf Uploadfilter angesprochen stellte sie klar: „Wir dürfen Urheberrechte nicht gegen Meinungsfreiheit ausspielen. Und deswegen sind Uploadfilter eine schlechte Variante. Es gibt bessere Alternativen, Urheber an ihrem geistigen Eigentum fair zu beteiligen.“

    Ganzes Interview jetzt ansehen

    Die komplette Ausgabe „Berliner Rezepte“ mit Nicola Beer gibt’s auf dem YouTube-Kanal von lebensmittelmagazin.tv:
    https://youtu.be/UZHtUXEwI6M

  • Sicherer Umgang mit Lebensmitteln: 6 Hygienetipps für zu Hause

    Sicherer Umgang mit Lebensmitteln: 6 Hygienetipps für zu Hause

    Wenn man die Grundregeln der Küchenhygiene beachtet, kann man sich und und andere vor Lebensmittelinfektionen schützen. Orientierung bieten ein paar einfache Grundregeln.

    Schätzungsweise eine Million Deutsche erleiden pro Jahr mindestens eine Lebensmittelvergiftung – das sagt der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Die Erkrankungen können durch Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren in Lebensmitteln verursacht sein. Doch Verbraucherinnen und Verbraucher können sich schützen:

    „Wir müssen uns mehr um die Küchenhygiene kümmern!“,

    mahnte Professor Hensel in einem Interview.

    Gerade jüngeren Verbrauchern mangele es oft an Kochkompetenz und Wissen über die Grundregeln der Küchenhygiene. Dabei ist es – neben den strengen Hygienemaßnahmen der Lebensmittelbetriebe – gerade auch für Privathaushalte unerlässlich, allgemeine Hygieneregeln beim Transport, der Lagerung und der Zubereitung von Lebensmitteln einzuhalten.

    Sichere Lebensmittel – Hygienetipps für zu Hause

    Wir haben sechs grundlegende Hygienetipps für jeden Haushalt zusammengetragen:

    1. Die Kühlkette einhalten, auf das Verbrauchsdatum und weitere Lagerungshinweise achten.
    2. Arbeitsflächen, -geräte und Hände gründlich reinigen.
    3. Speisen sprudelnd aufkochen oder gut durchgaren (75°C).
    4. Rohkost wie Salate, Kräuter, Gemüse und Obst gründlich waschen und gegebenenfalls schälen.
    5. Speisen nicht länger als zwei Stunden heiß halten; zur Aufbewahrung schnellstmöglich auf Kühlschranktemperatur abkühlen.
    6. Küchenhandtücher, -lappen und –schwämme regelmäßig wechseln und waschen.
    Reinigungsutensilien
    Reinigungstücher möglichst oft wechseln und waschen. Foto: ExQuisine – stock.adobe.com

    Hinweise unterhaltsam als Slam-Beitrag (Video)

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    Mehr Informationen
    BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel mit einem Science-Slam-Vortrag zur Küchenhygiene.

    Weitere Tipps und Informationen


    Mit Informationen von: BMEL, BfR, BLL.

  • 5,8 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in der Lebensmittelwirtschaft

    5,8 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in der Lebensmittelwirtschaft

    5,8 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland entlang der Lebensmittelkette vom Feld bis zur Ladentheke. Das sind sieben Prozent mehr als noch im Vorjahr.

    Die Lebensmittelwirtschaft ist ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland: 5,8 Millionen Menschen arbeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Feld bis zur Ladentheke, um Deutschland und seine Exportländer mit genussvollen Lebensmitteln zu versorgen. Das sind ca. 400.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahr, wie aktuelle Branchenzahlen zeigen, die der Verband BLL in Kooperation mit neun weiteren Branchenverbänden erhoben hat.

    In Deutschland arbeiten 13 Prozent der Erwerbstätigen für die Lebensmittelbranche

    13 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiten damit in Deutschland in den einzelnen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft von Acker bis Teller: Landwirtschaft, Agrargroßhandel, Lebensmittelhandwerk, Lebensmittelindustrie, Lebensmittelgroß- und -einzelhandel sowie Gastgewerbe. Im Jahr davor waren es noch zwölf Prozent.

    Mehr Beschäftigte vor allem in Gastgewerbe und Handel

    • Das Gastgewerbe (Restaurants, Kantinen, Gaststätten usw.) ist mit mehr als 2,3 Millionen Beschäftigten die Nummer eins bei den Erwerbstätigen und kann sogar im Vergleich zum Vorjahr über 150.000 neue Beschäftige vorweisen.
    • Aber auch der Handel hat sich verstärkt, mit einem Plus von 43.000 Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel und 48.000 Beschäftigten im Lebensmittelgroßhandel.

    Meiste Betriebe in der Landwirtschaft

    • Die meisten der mittlerweile 702.500 Betriebe (Vorjahr: 695.864) sind nach wie vor im landwirtschaftlichen Bereich angesiedelt, auch wenn hier ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (304.800 Betriebe) zu verzeichnen ist.
    • Den bedeutendsten Anteil am gesamten Zuwachs macht der Lebensmitteleinzelhandel mit 15.000 Geschäften mehr aus.

    Die Lebensmittelwirtschaft in Zahlen (Infografik)

    Die folgende Infografik zeigt die einzelnen Zahlen zu Betrieben, Erwerbstätigen, Auszubildenden und mehr für die einzelnen Bereiche von Landwirtschaft bis Handel und Gastgewerbe (anklicken für Großansicht):

    Die deutsche Lebensmittelwirtschaft in Zahlen
    Von Acker bis Teller: Die deutsche Lebensmittelwirtschaft in Zahlen. Grafik: BLL


  • Tag der Tiefkühlkost: So viel TK-Food essen wir pro Jahr

    Tag der Tiefkühlkost: So viel TK-Food essen wir pro Jahr

    Tiefkühlprodukte werden in Deutschland immer beliebter. Das zeigt ein Vergleich des Pro-Kopf-Verbrauchs über die letzten fast 60 Jahre hinweg, den das Deutsche Tiefkühlinstitut zum heutigen Tag der Tiefkühlkost veröffentlicht hat.

    Der Erfolg von Tiefkühlprodukten in Deutschland wird besonders deutlich, wenn man sich anschaut, wie viel davon die Deutschen durchschnittlich pro Jahr konsumieren: Im Jahr 1960 waren es noch nur 0,8 Kilogramm. Vor 35 Jahren lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 17,2 Kilogramm. Im letzten Jahr waren es ganze 46,5 Kilogramm pro Bundesbürger/in. Mit einem Umsatzanteil von 12 Prozent ist die Tiefkühlindustrie eine der größten Teilbranchen der Lebensmittelindustrie.

    Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlprodukten
    Entwicklung des Pro-Kopf-Verbrauchs von Tiefkühlprodukten in Deutschland von 1960 bis 2018.
    Grafik: obs/Statista/dti (CC-BY-SA 4.0)

    Tag der Tiefkühlkost am 6. März

    Diese Zahlen hat das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) zum Internationalen Tag der Tiefkühlkost veröffentlicht, der 2019 zum bereit 35. Mal weltweit zelebriert wird. Der Tag geht zurück auf den amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan, der am 6. März 1984 erstmals den Frozen Food Day ausrief, um nachfolgende Generationen an diese wichtige Innovation der Lebensmittelbranche zu erinnern. Die technologische Errungenschaft, Lebensmittel allein durch den Einsatz von Kälte haltbar zu machen, ist auch für die heutige Ernährung unverzichtbar. Mittlerweile wird an die Geburtsstunde tiefgekühlter Lebensmittel auch international erinnert, mit dem Internationalen Tag der Tiefkühlkost.

    Tiefgekühlte Produkte seit den 1950er Jahren in Deutschland

    Während es in den USA bereits am 6. März 1930 die ersten Tiefkühlprodukte im Handel zu kaufen gab, dauerte es noch gut 25 Jahre, bis in Deutschland tiefgekühlte Produkte in den Supermarkt kamen. Erst im Jahr 1956 standen 2.500 Tiefkühltruhen im Lebensmittelhandel bereit, um die Verbraucher zu versorgen und mit dieser neuen Angebotsform bekannt zu machen.

    Frau kauft Tiefkühlprodukte im Supermarkt.
    17.000 Tiefkühlprodukte gibt es heute im Lebensmittelhandel zu kaufen.
    Foto: bodnarphoto – stock.adobe.com

    Die ersten Produkte, die tiefgekühlt über die Ladentheke gingen, waren Geflügel, Fisch, Obst und Gemüse. Mittlerweile gibt es ein vielfältiges Sortiment von mehr als 17.000 Produkten im Lebensmittelhandel zu kaufen.

    „Hier findet jeder etwas nach seinem Geschmack. So erstaunt es nicht, dass 98 Prozent der deutschen Haushalte Tiefkühlprodukte einkaufen“,

    so das Deutsche Tiefkühlinstitut.

    Mit Informationen von: ots/dti.

  • Was das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet

    Was das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet

    Auf der Verpackung von Lebensmitteln gibt es Angaben zur Haltbarkeit, das ist allgemein bekannt. Aber was bedeuten diese Datumsangaben genau? Und muss ich Lebensmittel wegwerfen, wenn das Datum in der Vergangenheit liegt?

    Wichtig ist, dass es zwei unterschiedliche Daten gibt: Das Mindesthaltbarkeitsdatum und das Verbrauchsdatum.

    Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein „Verfallsdatum“ oder „Ablaufdatum“, sondern die Garantie des Herstellers, dass die charakteristischen Produkteigenschaften – wie Farbe, Geruch, Geschmack und Nährwerte – bis zum angegebenen Zeitpunkt vorhanden sind. 

    Viele Lebensmittel sind auch nach Ablauf des angegebenen Datums noch genießbar. Weil dann aber die „Garantie“ des Herstellers abgelaufen ist, müssen Verbraucher die Lebensmittel selbst prüfen. Ein untypischer Geruch, Veränderungen in Farbe und Konsistenz oder gar Schimmel sind Anzeichen dafür, dass ein Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden sollte. Verbraucher sollten sich auf ihre Sinne verlassen:

    „Erst schauen, dann riechen und wenn man noch nicht sicher ist, dann auch schmecken“,

    lautet die Empfehlung des Bunds für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL).

    „mindestens haltbar bis…“

    Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf der Verpackung mit den Worten „mindestens haltbar bis …“ angegeben. Sind bestimmte Lagerungsbedingungen erforderlich, um die Haltbarkeit zu gewährleisten – z.  B. die Einhaltung konkreter Temperaturen – so steht auf der Verpackung in Verbindung mit der Datumsangabe ein entsprechender Hinweis: „bei +5°C mindestens haltbar bis …“ oder „Kühl und trocken lagern.

    „verbrauchen bis…“

    Im Unterschied zum Mindesthaltbarkeitsdatum weist die Angabe „verbrauchen bis…“ auf ein Verbrauchsdatum hin. Dieses Datum wird anstelle des Mindesthaltbarkeitsdatums bei leicht verderblichen Waren angegeben, zum Beispiel bei Hackfleisch, rohen Würsten und Geflügel. Ist das Verbrauchsdatum abgelaufen, sollte das Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden.

    Politik und Hersteller klären auf

    „Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll – sechs Prozent davon, weil ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten ist“,

    sagte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner in der letzten Woche bei der Vorstellung einer neuen Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung.

    In einer gemeinsamen Aktion mit dem Lebensmitteldiscounter Penny im Rahmen der Initiative „Zu gut für die Tonne“ will ihr Ministerium Verbraucher sensibilisieren. Dafür hat Penny Molkereiprodukte der Eigenmarke mit einem deutlichen Hinweis versehen, dass sie womöglich nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verzehrt werden können. So sieht das dann auf den Produktverpackungen aus:

    Milchprodukte mit plakativer Erklärung des Mindesthaltbarkeitsdatums.
    Milchprodukte mit plakativer Erklärung des Mindesthaltbarkeitsdatums.
    Foto: Pressebild Penny/CHLietzmann

    MHD erklärt im Video

    Auch weitere Organisationen der Lebensmittelwirtschaft klären über die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums auf. Im folgenden Video des Lebensmittelverbands werden das Datum – im Vergleich zum Verfallsdatum – nochmal genau erläutert:

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  • Welche Schokolade isst du am liebsten? Das hier sind die beliebtesten Sorten

    Welche Schokolade isst du am liebsten? Das hier sind die beliebtesten Sorten

    Schokolade ist die Lieblingssüßigkeit der Deutschen. Doch bei den Sorten unterscheiden sich die Geschmäcker. Zu welchen greifen die Schokoladenfans am häufigsten?

    Eine Hitliste der beliebtesten Schokoladensorten der Deutschen hat der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) heute veröffentlicht. Grundlage ist eine repräsentative Verbraucherbefragung unter erwachsenen Deutschen.*

    Top 10 der beliebtesten Schokoladensorten

    • Platz 10:
      Pfefferminz-Schokolade (12,2 %)
    • Platz 9:
      Schokolade mit Toffee- oder Karamellfüllung (12,9 %)
    • Platz 8:
      Trauben-Nuss-Schokolade (14,5 %)
    • Platz 7:
      Schokolade mit Keks (22,3 %)
    • Platz 6:
      Marzipan-Schokolade (24,2 %)
    Schokolade mit ganzen Haselnüssen
    Schokolade mit ganzen Haselnüssen.
    Foto: Henry Schmitt – stock.adobe.com
    • Platz 5:
      Haselnuss-Schokolade (25,5 %)
    • Platz 4:
      Weiße Schokolade (28,1 %)
    • Platz 3:
      Bitter- bzw. Zartbitterschokolade (28,5 %)
    • Platz 2:
      Nougat-Schokolade (29,6 %)
    • Platz 1 mit großem Abstand:
      Milch- bzw. Vollmilchschokolade (47,0 %)

    Nicht in die Top 10 geschafft haben es Schokoladen, die Gewürze wie Chili oder Pfeffer, Fruchtfüllungen oder alkoholische Füllungen enthalten.

    Die Lieblingsschokoladensorten der Deutschen. Grafik: Statista (CC BY-SA 3.0 DE)

    9 Kilo Schokolade pro Jahr

    Rund 9 Kilogramm Schokolade pro Kopf haben die Deutschen 2018 gegessen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt seit vielen Jahren auf einem stabilen Niveau, so der BDSI.

    *Für die Umfrage hat die respondi AG im Oktober insgesamt 1.003 Personen zwischen 18 und 69 Jahren mit Hilfe eines Online-Panels befragt. Die Ergebnisse der Umfrage sind bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht. Mehrfachnennungen waren möglich.

    Quelle: BDSI
    Beitragsfoto: deepvalley – stock.adobe.com

  • Wie und was essen die Deutschen? – Ministerium veröffentlicht Ernährungsreport

    Wie und was essen die Deutschen? – Ministerium veröffentlicht Ernährungsreport

    Was kommt in Deutschland auf den Tisch? Welche Rolle spielen Preis und Kalorien von Lebensmitteln? Und wie wichtig ist den Deutschen eine gesunde Ernährung? Dazu liefert der aktuelle Ernährungsreport Antworten.

    Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat das Meinungsforschungsinstitut forsa 2018 rund 1.000 deutsche Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten befragt. Die wichtigsten Ergebnisse hat das Ministerium jetzt in Form eines „Ernährungsreports 2019“ veröffentlicht.

    Was ist den Deutschen beim Essen wichtig?

    • Für 99 Prozent der Befragten kommt es beim Essen auf den Geschmack an.
    • 91 Prozent der Befragten ist eine gesunde Ernährung wichtig: 71 Prozent essen täglich Obst und Gemüse, 64 Prozent nehmen täglich Milchprodukte zu sich, Fleisch- und Wurstwaren kommen bei 28 Prozent jeden Tag auf den Tisch, 6 Prozent der Befragten ernähren sich vegan oder vegetarisch.
    • Eine bewusste Ernährung scheint den Deutschen wichtiger zu werden: Mehr als die Hälfte der Befragten achtet beim Einkauf auf Nährstoffgehalte wie Zucker und Fett. 36 Prozent achten auf die Kalorien.
    • 48 Prozent präferieren eine einfache Zubereitung, für immerhin 32 Prozent ist der Preis am wichtigsten.

    Zur Haupterkenntnis des Reports sagt Bundesernährungsministerin Julia Klöckner:

    „Lecker und gesund soll es sein. Neun von zehn Verbrauchern ist gesundes Essen wichtig. Und so gut wie allen – 99 Prozent – muss das Essen schmecken.“

    Julia Klöckner

    Was essen die Deutschen am liebsten?

    Diese drei Gruppen von Gerichten bilden laut Ernährungsreport die Top 3 der Lieblingsgerichte der Deutschen:

    1. Fleischgerichte wie Braten, Schnitzel oder Gulasch (33 Prozent der Befragten)
    2. Nudelgerichte wie Spaghetti, Lasagne oder Spätzle (17 Prozent der Befragten)
    3. Salate und Gemüsegerichte

    Bereits vierter Ernährungsreport

    Es ist der bereits vierte Ernährungsreport, den das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht. Die jährliche, repräsentative Umfrage soll Einblicke in die Ess- und Einkaufsgewohnheiten liefern. „Der Ernährungsreport ist ein wichtiger politischer Seismograph, die Lebenswirklichkeit der Menschen zu erfassen“, so das Ministerium.

    Den Ernährungsreport 2019 gibt es hier zum Download.

    Mit Informationen von: BMEL.
    Beitragsfoto: HLPhoto – stock.adobe.com

  • Namen von Fleischalternativen: Vegetarische Salami? Vegane Currywurst?

    Namen von Fleischalternativen: Vegetarische Salami? Vegane Currywurst?

    Die Bezeichnung „Vegetarische Salami“ gehört bald der Vergangenheit an. „Vegane Currywurst“ hingegen geht. Das sagen die neuen Leitsätzen, die die Lebensmittelbuch-Kommission veröffentlicht hat. Die Wirtschaft sieht Herausforderungen.

    Kurz vor Weihnachten hat die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK), die Leitsätze für die Beschaffenheit und Bezeichnung von Lebensmitteln erarbeitet, ebensolche „für vegane und vegetarische Lebensmittel mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs“ veröffentlicht.

    Welche Namen für Vegetarisches und Veganes?

    Zu den Bezeichnungen für vegetarische und vegane Lebensmittel sagen die Leitsätze konkret:

    • dass Bezeichnungen, die in Anlehnung an spezielle gewachsene Fleischteilstücke wie „Schinken“ erfolgen, künftig nicht mehr verwendet werden sollen,
    • dass Bezeichnungen in Anlehnung an geschnittene Fleischstücke wie beispielsweise „Schnitzel“ und in Anlehung an Lebensmittel aus zerkleinertem Fleisch wie „Frikadellen“ verwendet werden können,
    • dass Bezeichnungen für Kategorien von Wurstwaren, z. B. „Streichwurst“ oder „Bratwurst“ weiterhin üblich sind,
    • dass Bezeichnungen für spezifische Wurstwaren wie „Lyoner“, „Salami“, „Leberwurst“ wiederum zukünftig nicht mehr verwendet werden sollten und wenn, dann nur in beschreibender Form wie „Typ Salami“ oder „nach Art Salami“.

    Wichtig ist bei der Beurteilung, dass bei den so bezeichneten Produkten laut Leitsätzen eine weitgehende oder zumindest hinreichende sensorische Ähnlichkeit zum in Bezug genommenen Lebensmittel tierischen Ursprungs besteht, insbesondere in Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz. Die Leitsätze geben ausschließlich Hinweise zur Kennzeichnung solcher Lebensmittel, sie enthalten keine neuen Anforderungen an die Zusammensetzung veganer oder vegetarischer Lebensmittel. 

    Herausforderung für Wirtschaft und Verbraucher

    Laut Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft BLL werden die Leitsätzte zu einigen Herausforderungen für die produzierende Wirtschaft aber auch für die Verbraucher führen. Die Abstufungen – nach Grad der Ähnlichkeit von Fleischerzeugnissen und deren Analogen – seien bewusst gewählt, so Dr. Sieglinde Stähle, Wissenschaftliche Leitung beim BLL und für die Wirtschaft auch Mitglied in der DLMBK, „aber dennoch wird schon beim Lesen klar, dass die Unterscheidungen nicht auf Anhieb deutlich sind“. Aus diesem Grund sei das Konzept erklärungsbedürftig und hier müsse noch viel Informationsarbeit betrieben werden. Zum einen für die sehr heterogene Anbieterseite und die Hersteller, die wissen müssen, wie sie bestimmte Produkte künftig leitsatzkonform bezeichnen, zum anderen aber auch für die Kunden, die demnächst das „vegetarische Sojaerzeugnis nach Lyoner Art“ kaufen.“

    BLL-Chef Christoph Minhoff verwies darauf, dass die Leitsätze als Kompromiss aus verschiedenen Positionen enstanden seien und nun Toleranz aller Seiten erfordere. Gegenüber der BILD sagte er:

    „Filet bleibt Filet und Schnitzel bleibt Schnitzel – und die sind aus Fleisch. Aber auch Veganer haben natürlich ein Recht auf Currywurstgeschmack. Die gefundenen Kompromisse der Lebensmittelbuch-Kommission für die Bezeichnungen von Fleischersatzprodukten verlangen jetzt gegenseitige Toleranz“.

    Christoph Minhoff, BLL, gegenüber BILD

    Mit Informationen von: BLL, DLMBK, BMEL und BILD.
    Beitragsfoto: pat_hastings – stock.adobe.com

  • Wie viel Zucker steckt in meinem Lebensmittel?

    Wie viel Zucker steckt in meinem Lebensmittel?

    Viele Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich für den Zuckergehalt ihrer Lebensmittel. Aber wie erfährt man, wie viel oder wenig Zucker im Produkt enthalten ist?

    Die Nährwerttabelle auf der Verpackung liefert die Antwort.

    Über den Zuckergehalt eines Lebensmittels informiert die Nährwerttabelle. Diese ist auf jedem verpackten Produkt zu finden. Hier steht auf 100 Gramm bzw. bei flüssigen Lebensmitteln auf 100 Milliliter bezogen, wie viel Gramm Zucker das Produkt enthält. Die einheitliche Angabe „pro 100 Gramm“ macht es leicht, den Nährstoffgehalt verschiedener Produkte im Supermarkt schnell zu vergleichen.

    Zuckergehalt leicht ersichtlich

    Die Angabe zum Zuckergehalt finden Verbraucher in der Nährwerttabelle an fünfter Stelle: Unter dem Punkt „Kohlenhydrate“ findet sich der Punkt „davon Zucker“. Zucker gehört, wie zum Beispiel auch Stärke zu den Kohlenhydraten. Dennoch ist der Zuckergehalt in einer eigenen Zeile noch einmal extra ausgewiesen.

    Zutatenverzeichnis informiert über Zuckerarten

    Unter dem Begriff „Zucker“ ist in der Nährwerttabelle der gesamte im Lebensmittel enthaltene Zucker zusammengefasst angegeben. Hierzu zählen Einfachzucker, die nur aus einem Zuckermolekül bestehen, wie zum Beispiel Glukose oder Fruchtzucker (Fruktose), genauso wie Zweifachzucker, wie zum Beispiel Haushaltszucker (Saccharose), Milchzucker (Laktose) oder Malzzucker (Maltose).

    Welche Zuckerarten das Produkt genau enthält, erfahren Interessierte aus dem Zutatenverzeichnis. Dort sind die Zutaten in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils am Produkt aufgelistet (von viel nach wenig).

    Wie die Kennzeichnung genau funktioniert, erklärt der Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft BLL in einem YouTube-Video (ab Minute 1:57):

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    Warum unterschiedliche Zuckerarten in Lebensmitteln?

    Verschiedene Zuckerarten werden zum Beispiel verwendet, weil diese unterschiedliche technische und sensorische Eigenschaften haben. Sie unterscheiden sich in Bezug auf Geschmack, Süßkraft, Löslichkeit, Bräunungsverhalten sowie Koch- und Backeigenschaften. Die Wahl des geeigneten Glukosesirups beeinflusst zum Beispiel wesentlich die Kaueigenschaften bei Gelee- und Gummiwaren. Die Information über die Zuckerarten im Zutatenverzeichnis ist insbesondere auch für Menschen wichtig, die aufgrund einer Unverträglichkeit auf Laktose verzichten müssen.

    Kohlenhydrate liefern Energie

    Kohlenhydrate sind lebensnotwendig, da der Körper sie für seinen Stoffwechsel braucht – insbesondere zur Energiegewinnung. In vielen Lebensmitteln sind Kohlenhydrate enthalten, u. a. in Form von Stärke in Brot, Kartoffeln oder Nudeln, als Milchzucker (Laktose) in Milchprodukten oder als Fruchtzucker (Fruktose) in Obst und Gemüse. 1 Gramm Kohlenhydrate bzw. Zucker liefert circa 4 Kilokalorien (kcal) Energie.

    Alternativen mit wenig oder ohne Zucker

    „Die Kundinnen und Kunden der Lebensmittelbranche haben die Wahl aus einem umfangreichen und vielseitigen Produktangebot, das für jeden individuellen Lebensstil etwas Passendes bereithält„, heißt es beim Spitzenverband BLL, „Verbraucherinnen und Verbrauchern, die ihren Zuckerkonsum reduzieren möchten, bietet die Lebensmittelwirtschaft viele zuckerreduzierte oder zuckerfreie Produktalternativen an. Ob und wie viel Zucker drin ist, steht in der Nährwerttabelle.“